• Katharina Sterl

VORSTELLUNG: EMPATH Progressive Post Core

Die Münchener Band “Empath” bezeichnet ihre Band als Progressive Post-Core - ich würde sagen, das nicken wir mal ab. In der aktuellen Formation begann die Reise der 5 Jungs Anfang 2018 - als Neustart, da die Mitglieder schon vorher, teilweise zusammen, in Bands gespielt hatten.


Musik beschreiben und leben die Jungs als Nostalgie und Melancholie.


“Sie kann uns in die Fluten des Atlantiks werfen oder lässt uns Berge besteigen. Musik ist mehr als nur Musik für uns. Sie kann ein Pflaster sein, und auch ein Boxsack. Wir lieben das Gefühl, aus Tönen etwas zu bauen, was es vorher in dieser Form noch nicht gab. Jeder von uns hat wohl seine eigenen Gründe, Musik zu machen. Für uns ist es eine Mischung aus Therapie, Flucht aus dem Alltag und kreatives Ausleben.”

Empath ist ursprünglich der Name eines der Lieder der Band. Thema des Songs ist Empathie - was genau dahinter steckt haben uns die Jungs in diesen schönen Worten erklärt:


“Empathie umfasst für uns wesentlich mehr als Mitgefühl für andere Menschen, aber dafür müssen wir etwas ausholen – wir hoffen, du hast Zeit mitgebracht. Unsere Welt dreht sich gefühlt immer schneller. Wir waren zwar schon immer in einem System gebunden, dass Leistung und Effizienz fördert – das auch irgendwo zu Recht. Aber noch nie zuvor gab es die Digitalisierung als Katalysator. Während man früher viel Zeit und Kosten aufwenden musste, möglichst erreichbar zu sein, ist es heute genau anders herum. Egal ob Schule, Universität oder Arbeitswelt – alles wird digitaler, erreichbarer, konsistenter und präsenter. Die Übergänge zwischen Freizeit und Arbeit sind inzwischen fließend, und wir umarmen diesen Fortschritt. Das betrifft auch die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren. WhatsApp, Instagram, Facebook, Google – Uns fällt die Antwort gerade nicht ein? Google. Uns ist langweilig? Facebook, Instagram. So viele Informationen prasseln auf uns ein, unsortiert und ohne Unterbrechungen. Und anstatt innezuhalten und uns zu überlegen, was das für uns bedeutet, schlucken wir diese Pille und verlangen nach mehr. Ergeben uns dieser Sucht. Und plötzlich steht man vor einer Wand. Vor der Erkenntnis, dass man niemals so aussehen kann, wie Person x auf Instagram, weil diese Person nämlich selbst nicht so aussieht. Vor der Erkenntnis, dass wir viel lieber E-Mails schreiben, als mit dem Kollegen im Büro nebenan persönlich zu reden. Vor der Erkenntnis, dass dieser digitale Druck uns fertig macht – aber wir ohne ihn auch nicht mehr können. „Empath“ ist für uns im Grunde eine Warnung: Dass wir niemals zulassen werden, dass Flüchtlinge nur zu einer Zahl werden, die sich politische Lager so auslegen, damit sie in ihr Programm passt. Dass wir nicht vergessen, dass „Hass krass ist – Lieber aber krasser“. Dass wir in dem ganzen (digitalen) Trubel nicht unsere Freunde, Familie und vor allem: uns selbst nicht verlieren. Am Ende des Tages muss man nämlich mit sich selbst klarkommen. „Empath“ ist also nicht nur Mitgefühl für andere, sondern auch für sich selbst.”


3 Ansichten
  • Spotify - Weiß, Kreis,
  • YouTube - Weiß, Kreis,
  • Facebook - Weiß, Kreis,
  • Instagram - Weiß Kreis

FOLGE UNS AUF