• Anna Görgens

REVIEW: JERA ON AIR


Am 29. und 30. Juni habe ich zum ersten mal das Jera on Air in Ysselsteyn, Holland besucht und muss gestehen, dass ich mich Schockverliebt habe. Nach gut einer Stunde Anfahrt am Vormittag haben wir zunächst den vier Kilometer entfernten Parkplatz gesucht

und durch ausreichende Beschilderung im ganzen Ort recht schnell gefunden. Obwohl wir schon vom Shuttleservice gelesen haben, hatten wir doch ein paar Bedenken, ob wir wohl pünktlich zur ersten Band ankommen würden und wurden schon zu Anfang direkt positiv überrascht, denn die Fahrten mit dem Shuttlebus zum Festivalgelände liefen einwandfrei und zügig ab. Um 13 Uhr ging es für uns schon los mit der ersten Band für den Freitag und wir durften Knocked Loose eine gute halbe Stunde sehen. Weiter ging es am Freitag mit super Bands wie Stray from the Path, Neck Deep, A Traitor Like Judas und sehr vielen weiteren Bands. Obwohl ich zunächst kein Fan der riesen Zelte, unter denen die einzelnen Shows stattfanden, gewesen bin muss ich gestehen, dass ich im Nachhinein och ganz froh gewesen bin, da das super Wetter uns andernfalls möglicherweise nicht so gelegen gekommen wäre. Allerdings war der Boden so trocken, dass der Staub nur so durch die Luft geschleudert wurde, wodurch das Atmen schwer fiel aber hier muss man dem Jera on Air super schnelles Handeln zusprechen, denn noch am Nachmittag des ersten Tages wurde der Boden in den Zelten bewässert, sodass es wesentlich weniger Staubpartikel in der Luft gab. Am zweiten Tag des Jera on Air hatten wir im Gegensatz zum Freitag nach jeder Band mindestens 15 Minuten Pause um das Gelände besser erkunden zu können und wie schon der erste Eindruck am Freitag zeigte wurden wir nicht enttäuscht, was die Unterhaltung zwischen den Bands anging. Die vielen Stände, bei denen unter anderem Impericon und Sea Shepherd vertreten waren, boten genug zum Entdecken und Kaufen, damit einem nicht langweilig wurde. Die äußerst zahlreichen Foodtrucks boten genügend Essen, egal ob man nun Fleisch isst, vegan oder vegetarisch lebt, ob man auf Fast Food steht oder doch lieber gesunde Nahrung zu sich nimmt. Äußerst spannend fand ich, dass das Jera BMXern die Möglichkeit gegeben hat zu bestimmten Zeiten an einer Rampe Tricks zu zeigen, sodass man abgesehen von den Bands noch eine super Attraktion hatte, die einem den Tag interessanter gestaltete und von mir in so einer Art und Weise noch nicht gesehen wurde. Viel Lob möchte ich auch an alle aussprechen, die dafür gesorgt haben, dass die zur Verfügung gestellten Toiletten durchgehend sauber gewesen sind und ausreichend Toilettenpapier da gewesen ist. Wer sich allerdings lieber entspannen wollte, konnte sich in einem extra errichteten, Schattenplatz hinsetzen und das Wetter und die Atmosphäre geniessen. Und auch das ausgeklügelte Kühlsystem mit Sprühregen war eine super Lösung um die Hitze zu überstehen. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich allerdings dahingehend äußern, dass für die Becher kein Pfand genommen wurde. Auch wenn es in Holland üblich ist, dass es auf Getränke kein Pfand gibt, bin ich der Meinung, dass auf Festivals Pfand notwendig ist um erstens das Gelände sauberer zu halten und zweitens weniger Plastikmüll zu verursachen. Zu aller erstaunen hingegen war das Festival, trotz ausverkauften Karten nicht ansatzweise überfüllt, sodass es nirgends Drängeleien oder ähnliches gab. Für mich ein riesengroßer Pluspunkt, der unter anderem der ausschlaggebende Punkt für mein Fazit ist, dass ich das Jera on Air nächstes Jahr

wieder besuchen werde. Die Fülle an Bands, mit Krachern wie Blood Youth; Our Hollow, Our Home; Terror; Touché Amore und zwei super Headlinern mit Billy Talent am Freitag

und NOFX am Samstag, ist es Band technisch beinahe unübertrefflich und definitiv das für mich am lohnenswerteste Festival in diesem Sommer. Aber nicht nur das Line-Up, sondern auch die Organisation und das Personal waren einfach lobenswert. Rundum habe ich

mich in Ysselsteyn super wohl gefühlt und seit langem hat ein Festival mich wieder so in den Bann gezogen, dass ich sogar am zweiten Tag noch Bauchkribbeln hatte vor Vorfreude, was mich nun erwarten wird. Alles in allem: Bis 2019 Jera on Air!

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