• Katharina Sterl

INTERVIEW: SKYWALKER über die Absage ihrer bisher größten Tour

Aktualisiert: Apr 3


1. Seitdem wir euch kennen, haben wir euch als wahnsinnig ehrgeizig in Erinnerung. Unglücklicherweise wurde eure Tour als Support von Deez Nuts nach nur einer Show abgesagt. Was waren denn die Erwartungen an die Tour, worauf habt ihr euch am meisten gefreut?

"Wahnsinnig ehrgeizig" kann auf zwei Arten interpretiert werden, und ich hoffe, du meinst es nicht abwertend, haha! Wir konzentrieren uns jedoch ziemlich stark auf die Karriere der Band. Das stimmt. Die Deez Nuts Tour wäre allerdings unsere größte mehrwöchige Tour und unsere erste Bustour überhaupt gewesen.

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass unsere Erwartungen nicht riesig waren. Besonders gefreut haben wir uns darauf, viele neue Leute kennenzulernen und vor neuen Zuschauern zu spielen, besonders in Länder wie Polen, in denen wir schon lange nicht mehr waren. Wir haben uns auf jeden Fall gefreut mit allen im Bus abzuhängen, aber wir haben immer noch große Hoffnung, dass es nicht das letzte Mal ist, dass wir uns alle gesehen haben. Natürlich ist die Enttäuschung ebenso massiv, aber wie dem auch sei: Es ist sinnvoll und erforderlich, und wir hoffen, wir kommen so gut es geht durch diese Zeit.

2. Was waren die größten Herausforderungen, mit denen ihr durch die Absage kämpfen musstet?

In erster Linie standen wir vor der Notwendigkeit, den Busvermieter, den ursprünglichen Preis zu bezahlen. Die Leute in der Musikszene/ -Industrie sind jedoch füreinander da, wenn es sein muss, daher liegt die Hauptgefahr, völlig bankrott zu gehen, jetzt hinter uns. Ja, wir haben zwar Geld verloren, aber mit Hilfe unserer Freunde und Fans können wir uns sicherlich davon erholen.

Mit jedem Tag, genauso wie alle anderen auch, spüren wir die Herausforderung einer fast vollständigen sozialen Isolation und das nagt an uns.

3. Die Absage war sicherlich nicht einfach. Wie habt ihr die Reaktion der Fans wahrgenommen? Wie ich bereits sagte, war ihre Reaktion geradezu umwerfend. Am ersten Tag, noch bevor wir nach Hause kamen, hatten wir bereits einen großen Teil unseres Tour-Merchs verkauft. Unglaublich! ... Und die Leute bestellten weiter und nahmen sogar an unserer Crowdfunding-Kampagne teil. Nicht, dass wir das wollten, denn es fühlt sich wirklich falsch an, einfach so nach Geld zu fragen, aber es hat geholfen und uns gezeigt, wie viel Liebe und Freundschaft es in unserer Metalcore-Szene gibt.

4. Wie geht ihr mit der aktuellen Anweisung zur Vermeidung von Kontakten um - Privat und mit der Band?

Als Einzelpersonen gehen wir so gut wir können damit um. Es ist nicht wirklich einfach, da wir normalerweise eher kontaktfreudig sind, vielleicht mit Ausnahme unseres Schlagzeugers Damian, der als Produzent arbeitet, also die meiste Zeit sowieso in seinem Studio verbringt, haha! Als Band sind wir ziemlich beschäftigt. Zum einen haben wir gerade unser Online-Live-Set über Dreambound veröffentlicht und arbeiten nun daran, dies auf Spotify, Apple Music usw. als Live-Album zu veröffentlichen. Abgesehen davon arbeiten wir an unserem bevorstehenden Full-Time-Record und auch daran, neue Musik zu schreiben.




5. "Niemals aufgeben", das scheint euer Motto zu sein. Was lässt euch denn immer weitermachen?

Das ist ziemlich aufmerksam von dir, da ich mich ziemlich lebhaft an ein Gespräch erinnere, welches wir vor Jahren in einem Van vor einer Venue geführt haben. Wir sprachen von Ausdauer und Geduld. Und das versuchen wir immer zu nutzen. Es ist nicht die einfachste Erfahrung, eine Band aus Osteuropa zu sein, in einer Szene, die eindeutig von britisch / amerikanischen Bands dominiert wird, aber das ist gut. Wir müssen viel beweisen und haben nicht zu viel verlieren, also nehmen wir diese Rolle an gerne an.

Unsere Liebe dazu, zu euch, eure Liebe zu uns, das ist wahrscheinlich das, was uns am Laufen hält.

7. Ist für den Rest des Jahres etwas geplant oder arbeitet ihr bereits an etwas Anderem?

Es gab viele Pläne, bevor die ganze Sache mit Covid passierte, aber diese änderten sich. Allerdings können wir sagen, dass wir unablässig an einer Platte in voller Länge arbeiten, was nun unser Hauptaugenmerk ist. Und natürlich wollen wir in dem Moment auf die Straße, in dem es wieder möglich ist.

8. Was möchtet ihr all euren Unterstützern sagen?

Vielen Dank! Ich möchte den Imperativ nicht verwenden, daher sage ich nur, dass ich das für eine gute Idee halte sehr geduldig zu sein und diese Zeit einen Tag nach dem anderen auf sich zu nehmen. Wir sind wieder so schnell wie möglich bei euch!




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