• Katharina Sterl

INTERVIEW: POLAR Hardcore


In einem Interview sagtet ihr „Unser neues Album ist musikalisch und lyrisch für uns alle therapeutisch. Wir kamen zu dem Punkt, an dem wir alle eine derartige Veröffentlichung

benötigten, und das ist das Ergebnis.” Erfindet ihr euch in der Hinsicht tatsächlich „neu“?


Ich glaube nicht, dass wir uns selbst neu erfunden haben. Ich glaube eher, dass „Nova” das ist, was dabei rauskommt, wenn wir ehrlich mit uns selbst sind. Wir haben noch nie ein persönliches Album geschrieben und mit „Nova” hatten wir die Gelegenheit, eine Menge persönlicher Themen zu veröffentlichen, die wir alle in den drei Jahren zwischen ‚No Cure

No Saviour‘ durchgemacht hatten. Es war schwierig, Texte zu schreiben, aber es war

unglaublich therapeutisch in Worte fassen zu können, was mit uns passiert war und das Gewicht von unseren Schultern zu nehmen.


Über eigene Dämonen und Ängste zu schreiben ist sicherlich nicht einfach, wie händelt ihr das, was gibt euch Kraft? Gab es einen Song der euch besonders am Herzen liegt?



Jedes Lied hat Bedeutung und zählt für uns, jedes Lied erzählt eine persönliche Geschichte, die einer von uns durchlebt hat. Zurück zur ersten Frage: Es ist sehr schwierig, über die Teile deines Lebens zu schreiben, die dich auffressen, aber als das Album fertig war, fühlte es sich an, als würde ein massives Gewicht von unseren Schultern genommen worden sein. Das Gefühl, eine persönliche Aufzeichnung zu schreiben, gibt uns die Kraft, ehrlich zu uns selbst zu sein.


Eure Tour ist gerade vorbei, seid ihr denn zufrieden damit? Wie kommt euer neues Album an?


Die „Nova“-Tour hat unsere persönlichen Erwartungen übertroffen. Es war erstaunlich zu sehen, wie Menschen sich in einer Live-Umgebung mit dem verbunden haben, was wir auf der Platte geschrieben hatten. Unsere Fans haben „Nova“ mit offenen Armen begrüßt und wir hätten nicht mehr verlangen können. Wir freuen uns sehr auf den Rest der „Nova“-Tour, da die letzte Tour der Beginn vieler großartiger Shows war.


Welche Erfahrung dieser Tour werdet ihr niemals vergessen? Was ist das schönste am Touren?


Die ganze Tour hatte viel Energie von uns und dem Publikum, mit Menschen in Kontakt zu treten ist immer unvergesslich. Wir lieben es, in der Live zu spielen und zu sehen, wie Menschen durch unsere Musik ihre persönliche Befreiung erfahren. Touren können geistig und körperlich anstrengend sein, aber anders würden wir es nicht wollen.


Offiziell bezeichnet ihr euch nicht als “die Hardcore-Band” Polar, vor allem da ihr nicht in eine Schublade gesteckt werden wollt und viele Einflüsse aus anderen Ecken kommen. Welche sind das?


Ich finde es großartig, nicht an ein Genre gebunden zu sein. Es bedeutet, dass wir uns aus der Masse herausziehen. Es erlaubt uns, alles ohne Grenzen oder Einschränkungen zu schreiben. Wir hören eine große Bandbreite an Musik und können uns so beeinflussen lassen, dass wir alles schreiben, was wir wollen. Wir sagen immer, wir werden alles probieren. Wenn es nicht funktioniert, haben wir zumindest diesen musikalischen Weg erkundet.


Eure Band gibt es jetzt schon ziemlich lange, Nova ist euer viertes Album. Ist es die Leidenschaft die dahintersteckt immer weiter zu machen?


Wir sind dieses Jahr 10 Jahre alt und werden für niemanden langsamer machen. Wir sind genauso motiviert und hungrig nach Kreativität, noch mehr als an dem Tag, an dem wir an-

gefangen haben.


Wenn ihr nochmal von vorne anfangen könntet, würdet ihr irgendetwas anders machen?


Unsere Band hat eine sehr lange Reise hinter sich, wir hatten viele Höhen und Tiefen, aber ehrlich gesagt würde ich nichts ändern. Die Reise, die wir unternommen haben, hat Polar zu dem gemacht, was wir heute sind.

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