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HOLDING ABSENCE im Interview über ihr neues Album "The Greatest Mistake Of My Life"

English below!

Lange haben wir darauf gewartet und endlich ist es soweit! Mit The Greatest Mistake Of My Life feiern Holding Absence heute den Release ihres zweiten Full Length Album und zeigen sich wie gewohnt von einer sehr reflektierten und nachdenklichen Seite. Die von Holding Absence gewohnt tiefgreifenden Themen werden bei auch auf diesem Album auf eine - im Vergleich zum Debut-Album (Self-titled, 2019) - ganz ähnliche und doch komplett neuen Art aufgegriffen, reflektiert, analysiert und über Symboliken und Metaphern zu einer Lektion verwandelt, die Licht in die dunkelsten Gedanken bringt.

In einem Interview mit KINDA sagte Frontmann Lucas Woodland: "This album is about telling stories that are presented through the lens of hindsight, regret and looking back. There are songs that celebrate life when faced with death, and others that speak to the choices we make about how we live our lives. The fear of love, newfound respect for life and the covering up of depression are all subjects that rear their head. The Greatest Mistake Of My Life exercises emotion in many ways, and that was an important thing for us to do, because emotion isn’t rigid – it’s not just love or joy or sadness – it’s a lot of things.” Diesen Gedanken haben wir aufgegriffen und Lucas ein paar Fragen zu TGMOML gestellt.


1. Neue Ästhetik, leicht veränderter Sound, tiefergreifende Lyrics - als Band habt ihr euch seit eurem Debut-Album merkbar weiterentwickelt und doch eure Unverkennbarkeit beibehalten. Wie habt ihr die Entwicklung als Band erlebt? Fühlt ihr euch heute authentischer als zu anderen Zeiten? Vielen Dank! Wir wollten mit diesem Album im Grunde gleich bleiben, aber es gleichzeitig besser machen! Und wir glauben wirklich, dass wir das geschafft haben. Während der Arbeiten an dem Album waren wir sehr konzentriert und hatten gleichzeitig viel weniger Druck. Ich denke, das hat uns erlaubt, die bisher beste Musik zu schreiben!


2. Wenn ihr TGMOML in kurzen Sätzen zusammenfassen müsstet, wie würdet ihr das neue Album beschreiben und inwiefern unterscheidet es sich von eurem Debut-Album?

Ich denke, TGMOML ist eine Erforschung von Emotionen und Verletzlichkeit. Es beschäftigt sich mit dem Tod und wie beängstigend er ist, gibt aber auch Hoffnung und bringt uns dazu hinauszugehen und mit uns selbst glücklich zu sein! Es unterscheidet sich insofern vom Debüt, als das es viel dreidimensionaler ist. Das Debüt wurde sehr stark aus nur einem Blickwinkel heraus geschrieben, während dieses Album Musik und Emotionen viel weiter erforscht.


3. Ihr nutzt in euren Texten viele Verbildlichungen und Metaphern, die von jedem anders interpretiert werden können. Empfindet ihr es als wichtig, dass eurer Hörer etwas persönliches aus euren Songs machen? Gibt es vielleicht sogar Bandintern verschiedene Auffassungen von bestimmten Metaphern?


Ja, das ist sehr wichtig! Ich bin immer sehr offen für das, was unsere Songs bedeuten können und sollen, aber ich denke es ist nochmal etwas ganz Besonderes, wenn Leute ihre eigenen Bedeutungen in den Songs finden... Genau das ist es, was Musik magisch macht. Ich bin mir sicher, dass der auch der Rest der Band individuelle Verbindungen zu Songs hat. Vor allem, wenn man an all die verschiedenen Zeiten und Orte denkt, an denen wir sie gespielt haben!


4. Wenn wir schon beim Thema sind - ihr nutzt häufig religiöse Symbole und Metaphern. Ich habe gelesen, dass Lucas nicht religiös ist, wie es beim Rest der Band aussieht weiß ich gar nicht. Wie kommt es, dass ihr euch dennoch so häufig an religiösen Anspielungen bedient?


Keiner von uns ist religiös, aber ich denke, die religiösen Metaphern finden einen Weg in die Musik, weil sie etwas sind, mit dem ich aufgewachsen bin. Ich wurde als Katholik getauft und habe daher immer verstanden, was Religion bedeutet. Ich mag es, diese Bilder in meine Musik zu integrieren, um den Song mehr Tiefe zu geben! Aber um etwas hervorzuheben: Ich bin nicht gegen Religion, tatsächlich bin ich wirklich fasziniert davon... Ich selbst glaube nur einfach nicht daran. Zumindest jetzt noch nicht.


5. Textlich befasst ihr euch mit dunklen Thematiken, die viele kennen aber selten angesprochen werden. Während eure bisherigen Songs eher düster wirkten, lösen die neueren Songs positivere Gefühle aus - obwohl ihr euch inhaltlich treu bleibt. Wie würdet ihr diese Gegensätzlichkeit beschreiben? Ist diese von Anfang an gewollt gewesen oder hat es sich einfach so entwickelt?


Das ist eine gute Frage, denn genau das war unser Ziel. Ich wollte mir all die traurigen und harten Dinge im Leben ansehen und daraus lernen. Ja, es gibt viel Traurigkeit auf der Welt, aber gerade das sollte uns daran erinnern, wie besonders und wichtig es ist, glücklich zu sein. "Celebration Song" ist hierfür ein gutes Beispiel. Dieses Lied sagt, dass wir das Leben gerade deshalb genießen sollten, weil der Tod existiert.


6. Als Band könnt ihr definitiv in keine Schublade gesteckt werden. Euer Sound ist einzigartig, gleichbleibend und doch klingt kein Song wie der andere. Ist das für euch ein Anspruch auf dessen Grundlage ihr Songs schreibt und wenn ja, ist es schwierig für euch diesen Anspruch beizubehalten?


Vielen Dank! Wir arbeiten hart daran, einzigartig zu sein und lieben es, wenn Leute uns mit anderen Bands vergleichen, weil diese nie gleich sind! Es ist definitiv etwas, dem man nur schwer gerecht werden kann, aber wir nehmen die Herausforderung an.


7. Wir kommen nicht drum herum euch zu fragen, wie ihr die konzertfreie Zeit erlebt habt? Vor welche Herausforderungen wurdet ihr durch die Corona-Pandemie gestellt? Nehmt ihr auch etwas positives aus dieser Zeit mit?


Ich bin heute ein glücklicherer Mensch als vor dem Lockdown! Ich habe mich währenddessen mit mir selbst auseinandergesetzt und mein Leben in Ordnung gebracht, wie ich zuvor nie die Chance dazu hatte! Aber trotz dessen habe ich es mehr als alles andere vermisst, Shows zu spielen und ich kann es kaum mehr erwarten, endlich wieder auf die Bühne zu gehen. Hoffentlich bald!

Hört euch das neue Album direkt hier an:

Im Zuge der Promophase haben die Jungs aus Cardiff außerdem eine Dokumentation über die Arbeiten an The Greatest Mistake Of My Life veröffentlicht. Wer Fan der Jungs ist und das Album genauso gut findet wie wir, wird diese lieben. Schaut Sie euch hier an:


We've waited a long time and today is the day we can finally celebrate the release of Holding Absence's second full length album "The Greatest Mistake Of My Life". They show themselves from a very reflective and thoughtful side with this record as we know them from their former releases. The profound themes are taken up on this album in a very similar and yet completely new way compared to their debut album (Self-titled, 2019). The way they tend to reflect and analyze the most meaningful topics and how they play with symbols and metaphors, Holding Absence manages to bring light in the darkest thoughts and hope with every song. In an Interview with KINDA Frontmann Lucas Woodland said: "This album is about telling stories that are presented through the lens of hindsight, regret and looking back. There are songs that celebrate life when faced with death, and others that speak to the choices we make about how we live our lives. The fear of love, newfound respect for life and the covering up of depression are all subjects that rear their head. The Greatest Mistake Of My Life exercises emotion in many ways, and that was an important thing for us to do, because emotion isn’t rigid – it’s not just love or joy or sadness – it’s a lot of things.” With that thought in mind we talked with him about TGMOML and tried to dig a bit deeper through this record.


1. A new aesthetic, a slightly changed sound and more profound lyrics - as a band you have noticeably developed since your debut album and yet retained your unmistakability. How did you experience the development as a band? Do you feel more authentic today than at other times? Thank you for that! We really wanted to remain the same with this record, but make it better, basically! And we really think we pulled it off. We were very focused on this album, and had way less pressure on us too. I think that allowed us to write the best music yet!

2. If you had to summarize TGMOML in short sentences, how would you describe the new album and how does it differ from your debut album?

I think TGMOML is an exploration of emotion and vulnerability. It looks at death and how scary it is, but also gives hope that we should go out and be happy with ourselves! It differs from the debut because it's way more three-dimensional. The debut was very much from one angle, but this album explores music and emotion way more. 3. You use many visualizations and metaphors in your texts that can be interpreted differently by everyone. Do you feel like it’s important that your listeners make something personal out of your songs? Are there perhaps even within the band different understandings of certain metaphors?

Yes, it's very important! I'm always very open about what our songs are supposed to mean, but I think it's extra special when people find their own meanings from the songs... That's what makes music magical. As for the rest of the band, I'm sure they have individual connections to songs... Especially when you think of all the different times and places that we've played them!

4. Talking about metaphors - you use religious symbols and metaphors a lot. I've read that Lucas isn't religious, I don't know about the rest of the band. How is it that you still use religious allusions so often?

None of us are religious, but I think the religious metaphors find a way in the music because they're something I grew up with a lot when I was younger. I was christened as a catholic, so always understood what religion meant and I like to put that imagery into my music as a way of adding depths to songs, I guess! For the record, I'm not against religion, I actually am really fascinated by it... I just don't believe it myself. At least not yet.

5. Lyrically you deal with dark topics that many are faced with in daily life but are seldom addressed. While your previous songs seemed rather gloomy, the newer songs trigger more positive feelings (at least for me) - although you’re still addressing these dark topics. How would you describe this contrast? Is this something you wanted from the start or did it just develop that way?

That's a great question because that was the goal. I wanted to look at all the sad and hard things in life and LEARN from them. Yes, there's lots of sadness in the world, but that should remind us how special it is to be happy. Celebration Song is a good example, that song says that because death exists, we should savour life.

6. As a band you cannot be pigeonholed. Your sound is unique, consistent and yet no song sounds like the other. Is that a standard for you on which basis you write songs and if so, is it difficult for you to maintain this standard?

Thank you very much! We work hard to be unique and love when people compare us to other bands because they're never the same! It's definitely something hard to live up to, but we embrace the challenge. ​ 7. We cannot avoid asking how you experienced the concert-free time? What challenges did you face? Do you also take something positive with you from this time?

I'm definitely a happier person now than I was before lockdown! I really came to grips with myself and got my life in order like I never had the chance to before! ... But that being said, I've missed playing shows more than anything and am dying to get out there. Hopefully soon!

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